La Punta de Bombón ist ein kleines Dorf am Meer, in das uns die Psychologin unserer Aldea kurzfristig eingeladen hatte. Wie gewohnt war es wieder ein ziemliches Chaos, aber es ist unvorstellbar, was man in 24 Stunden alles erleben kann und wie viele Denkanreize man bekommen kann.
Wenn man abends bei Sonnenuntergang ganz allein am Strand ist und sich in den Pazifik stürzt, von den unglaublich starken Wellen umherwirbeln, untertauchen, umwerfen lässt, wird man sprachlos angesichts dieser gewaltigen Wassermassen, die so viel stärker sind als man selbst. Und man fühlt sich so klein, so schwach, so unbedeutend, aber man ist da und so lebendig und allein das ist schon Beweis genug, dass man doch auch ein Teil davon ist. Irgendwie.
Und gleichzeitig wird man stärker mit Armut konfrontiert als jemals zuvor. Ich wusste, dass die Landbevölkerung Perus die ärmere ist, aber was heißt das schon, ich wusste. Ich habe es gelesen, Bilder gesehen, davon gehört. Und auch wenn ich in den fast vier Monaten, die ich schon hier bin, schon einiges gesehen habe, das hat mich umgehauen. Diese Szenen kriege ich nicht mehr aus dem Kopf. Und das ist vielleicht auch gut und wichtig so.
Irgendwie möchte ich schon genau erzählen, wie es war, aber die Worte in meinem Kopf fügen sich gerade nicht so zusammen wie ich es gerne hätte. Weil ich zu beschäftigt damit war, alles aufzusagen, und deshalb eher wenige Fotos gemacht habe, kann ich dieses Mal eigentlich nicht einmal darauf verweisen. Aber natürlich mach ichs trotzdem.
| Eine Karriere als Ingenieur sollten wir lieber nicht anstreben. |
| "Ich habe das Recht auf einen Vor- und Nachnamen." |
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