Freitag, 15. Juni 2012

Que se vaya

Es gibt Tage, da sehne ich mich sehr nach deutschem Luxus. Wie beispielsweise immer verfügbares Wasser, das auch 24 Stunden am Tag warm ist, keine ständigen Stromausfälle, richtige Fenster, eine Heizung, dichte Häuser, in die es nicht reinregnet oder Busse, in denen ich, auch wenn ich vielleicht keinen Sitzplatz finde und stehen muss, nicht in Gefahr laufe, zu ersticken, zerquetscht zu werden oder aus dem Bus zu fallen, weil ich eigentlich mehr in der Tür hänge, die sich natürlich nicht schließen lässt, als mich im Bus zu befinden. An diesen Tagen freue ich mich riesig darauf, nach Deutschland zurückzukommen. Dann schießen mir jedoch immer wieder verschiedene Szenen durch den Kopf ...

Ich sitze mit zwei der großen Mädchen abends nach dem Abendessen in meinem Wohnzimmer. Sie wollten sich einige Fotos auf meinem Netbook anschauen, als gerade das Licht ausgeht. Stromausfall. Vielleicht ist es ja nur für kurze Zeit, meistens dauert es nicht länger als eine Stunde.
Wir sitzen im Dunkeln und unterhalten uns lange, die Mädchen erzählen mir von ihren Wünschen und Träumen, von ihren Sehnsüchten und ihren Geheimnissen. Das Licht bleibt aus. Irgendwann ist es schon um zehn und sie gehen ins Bett. Noch immer haben wir keinen Strom. Ich steige nach oben aufs Dach, um zu sehen, ob es nur die Aldea betrifft. Vom Dach habe ich einen großartigen Ausblick auf die gesamte Stadt, heute sieht man aber nicht viel. Das gesamte Viertel liegt im Dunkeln, es scheint, als ob es erst wieder ab einer wichtigen Hauptstraße Strom geben würde. Die Straße hoch muss ich gar nicht schauen, wenn es weiter unten keinen Strom gibt, dann gibt es den weiter oben erst recht nicht. Je weiter man nach oben fährt, desto ärmer wird die Gegend und in den Hütten am Stadtrand selbst gibt es nicht einmal fließendes Wasser.
Ich gehe in mein Zimmer und bewege mich tastend voran, verfluche wieder meine Unordnung, als ich mit dem Fuß gegen den Wäschekorb stoße. Ich suche meine Taschenlampe, um wenigstens ein bisschen Licht zu haben, und gehe schließlich schlafen, der Stromausfall sollte ohnehin bis zum nächsten Tag andauern.
Am Morgen hat aus diesem Grund auch keine einzige Tienda Brot.

Wir holen die Kinder von der Schule ab und ich setze mich neben das Auto in die Sonne, während wir darauf warten, dass die Kinder so allmählich eintrudeln. Ich beobachte die Gegend und versuche sie noch einmal so zu sehen wie ich sie am Anfang gesehen habe. Die Straßen sind zum Teil nicht asphaltiert, man läuft im Staub und Dreck. Überall liegt Müll rum, die Wände sind mit Graffitis beschmiert, die sich auf die Wahl vergangenen Jahres beziehen und sich Humala zum Präsidenten wünschen. Oder auch einfach nur Beleidigungen sind. Die Straßenhunde bellen vorbeifahrenden Autos hinterher. Ein Krankenwagen fährt vorbei, der sich bei näherem Hinsehen als ein alter Combi entpuppt und sich von den normalen Combis nur durch die Aufschrift "Ambulancia" unterscheidet. Diese normalen Combis sind nur noch ein wenig älter und kaputter und wenn da die Tür kaputt ist, wird sie halt mit Klebeband zusammen gehalten.
 Am Straßenrand stehen alle paar Meter Männer und Frauen, die irgendwelche Sachen verkaufen, um sich irgendwie halbwegs über Wasser halten zu können. Eis, Süßigkeiten, Getränke, Lebensmittel, Knöpfe, Taschen, es gibt nichts, was es nicht gibt. Die Häuser überall sind erschreckend alt und kaputt und zerfallen, die Dächer schützen vor fast nichts. Ich habe irgendwann aufgehört, mich zu fragen, wie Menschen so leben können.
Es fällt mir schwer, diese täglichen Szenen so zu sehen wie ich sie beim ersten Mal gesehen habe. Es ist einfach Normalität geworden.


Ich stehe auf der Plaza de Armas. Auch hier gibt es gerade keinen Strom, das Beunruhigendere sind jedoch die unzähligen Polizisten, die eine Breitseite des Platzes fast vollständig annehmen. Sie stehen einfach da, die eine Hälfte mit Schäferhunden, die andere Hälfte schwer bewaffnet.
Der Grund dafür wird mir auch sehr bald klar: Während einer Demonstration umkreisen viele Protestierende den Plaza de Armas. Sie schwenken Plakate mit der Aufschrift "SUTEP". Ich spreche eine Demonstrantin an, eine ältere Frau, da mir der Begriff Sutep nichts sagt. Sie erklärt mir, dass es sich bei Sutep um die Gewerkschaft der Lehrer handelt und die Proteste sich auf neulich beschlossene Kürzungen in der Bildung beziehen. Ich wusste gar nicht, dass man in diesem Bildungssystem noch mehr kürzen kann.
Was sich mir jedoch ins Gedächtnis einbrennt, sind die Polizisten, die alle paar Meter an den Seiten der Demonstranten stehen und mitlaufen. Sie halten bereits Gewehre in der Hand und in Richtung der Demonstranten gerichtet, weitere Waffen tragen sie deutlich erkennbar am Körper. Und es besteht kein Zweifel daran, dass sie bei jedem kleinsten Zwischenfall sofort dazu bereit wären, in die Menge zu schießen.
Verschiedene Ereignisse seit vergangenem August schwirren mir im Kopf herum. Cajamarca, Proteste gegen den Bau einer Silbermine mit verheerenden Folgen für Menschen und Umwelt. Tote. Viele, teils Schwerverletzte, Festnahmen. Ausnahmezustand für die betreffende Region durch die Regierung verhängt. Rücktritt einiger wichtiger Regierungsmitglieder. Die peruanische Linke wendet sich immer mehr von Humala ab. Cuzco, Proteste gegen eine Kupfermine, dieselben Gründe, dieselben Folgen. Zwei Tote, viele Verletzte, Festnahme von Menschenrechtlern, die Regierung verhängt den Ausnahmezustand. Letzteres ist noch nicht einmal drei Wochen her. In der heißen Sonne stehend und auf die bereits gezückten Waffen der Polizisten schauend, ist mir das auf einmal alles viel klarer.
Der Wortlaut der Sprechchöre hat sich geändert. Die Menschen reden jetzt von Humala. Dem tollen Humala, der vor der Wahl zum Präsidenten letztes Jahr so viel versprochen und nichts davon gehalten hat. Sie stimmen ein Lied an. "Que se vaya, que se vaya!" (dass er gehen möge, dass er gehen möge)

Und wenn ich mich bei dem Gedanken erwische, dass mir deutsche Ohrenstäbchen fehlen, frage ich mich wirklich, ob das so wichtig ist. Ob all diese Sachen, die mir manchmal fehlen, wirklich so wichtig sind. Und in diesen Momenten wächst die Angst vor der Rückkehr nach Deutschland, die mit nur acht Wochen immer mehr in greifbare Nähe rückt. Denn irgendwie ist mir die, auch vorher nie sehr große, Lust auf diese Luxus- und Konsumgesellschaft mittlerweile vollständig vergangen.



Sonntag, 10. Juni 2012

Das Leben, das Universum und der ganze Rest

Für alle, die es nicht nur interessiert, mit wem, sondern auch, was ich in den letzten Wochen so treibe, hier einmal der heute mit obligatorischer einmonatiger Verspätung geschriebene dritte Quartalsbericht. Alles macht mehr Spaß als Quartalsberichte und Abrechnungen, ich glaube, das merkt man dem Text auch deutlich an, aber aus Faulheit schreibe ich keinen eigenen Blogeintrag neu. ;) (dafür gibts aber auch ein paar Kinderfotos.)


Schon wieder sind drei Monate vergangen und auf einmal kann man bereits die Wochen zählen, bis man zurück nach Deutschland fliegt.
Mitte März bekamen wir zunächst durch das Zwischenseminar einen Raum, um uns über die gemachten Erfahrungen auszutauschen, zu reflektieren, über Unsicherheiten, Ängste und Zweifel zu sprechen und über die zweite Halbzeit nachzudenken. Dieser Kontakt mit anderen Freiwilligen tat auch sehr gut und mit neuer Motivation bin ich nach Arequipa zurückgekommen.
Zunächst einmal wollte ich ein Psychologieprojekt realisieren, da das Verhältnis zwischen den Mädchen und den Jungs in meinem Kinderheim ein sehr schwieriges ist und der Machismo meines Erachtens ohnehin zu den größten gesellschaftlichen Problemen Perus zählt; je eher man versucht, diesem etwas entgegen zu setzen, desto besser. Ich setzte mich mit der Psychologin zusammen und gemeinsam erstellten wir einen Plan für eine Gruppentherapie. In der Theorie noch sehr einfach, stellte sich das in der Praxis als schwieriger heraus: Zunächst musste mein Chef überzeugt werden, dann musste ein Raum und ein Tag gefunden werden, an dem sich das umsetzen ließ, und als wir das endlich geschafft hatten, wurden alle Pläne von der Seite unseres Chefs wieder verworfen. Nach ungefähr einem Monat voller Vorbereitungen konnten wir dann endlich starten. Die erste Therapiestunde war für alle Jugendlichen geplant, die darauffolgenden sollten in drei kleineren Gruppen mit jeweils ungefähr sechs Mädchen und Jungen stattfinden. Bereits bei der ersten Therapiestunde mit allen wurde mir mithilfe eines einfachen Kooperationsspieles drastisch vor Augen geführt, wie tiefgreifend die Probleme wirklich sind. Nicht nur, dass zwischen den Mädchen und den Jungs eine sehr große Kluft besteht, auch untereinander können sie nicht im Team arbeiten und auf eine angemessene Art und Weise miteinander kommunizieren.
Jeden Montag aufs Neue bestand dann die erste anstrengende Aufgabe darin, die Gruppen überhaupt zusammenzutrommeln und jegliche Ausreden nicht gelten zu lassen. War das endlich geschafft, konnten wir anfangen, was jedoch mindestens genauso schwierig war. Wir spielten einfache Kooperationsspiele und redeten über einige für die Jugendlichen sehr relevante Themen wie die Kommunikation untereinander, Gewalt oder Mobbing und versuchten, ihnen andere Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Nach wenigen Wochen kündigte die Psychologin jedoch, da sie einen anderen Job gefunden hatte, sodass auch unser Projekt beendet wurde. Von der Notwendigkeit dieses bin ich allerdings nach wie vor überzeugt, glaube aber nicht, dass ich noch einmal die Möglichkeit finden werde, es umzusetzen.
Dafür setzten meine Mitfreiwillige und ich uns dafür ein, ein anderes Projekt zu realisieren, das uns am Herzen lag: Englischunterricht. Auch dafür mussten wir viel Zeit und Energie in die Vorbereitung investieren, schließlich hatten wir jedoch einen Stundenplan zusammengestellt. Die Teilnahme am Englischunterricht war freiwillig, weil wir der Ansicht waren, dass es nicht sehr viel Sinn hätte, die Kinder dazu zu zwingen. Dafür meldeten sich erstaunlich viele, derzeit unterrichten wir ungefähr 15 Kinder von 8 bis 17, aufgeteilt nach ihrem Alter in drei Gruppen. Meine Mitfreiwillige und ich wechseln uns wöchentlich ab, sprechen uns jedoch immer genau über den Unterricht ab. Jede Gruppe hat einmal pro Woche Englisch, was viel zu wenig ist, öfter können wir es jedoch nicht umsetzen. Der Stoff ist, ungeachtet der Altersgruppen, derselbe, da auch die Älteren trotz jahrelangem Englischunterricht nicht mehr als nur die Grundlagen sowie ihr Wörterbuch beherrschen. Ich habe den Eindruck, dass in ihren Schulen die Methode des Auswendiglernens die wichtigste ist; so können beispielsweise alle Kinder die Zahlen von eins bis zwanzig aufsagen. Frage ich sie allerdings nach einer einzelnen Zahl wie beispielsweise die fünfzehn, wissen sie diese nicht und müssen erst von eins bis fünfzehn zählen, um sie mir schließlich auf Englisch sagen zu können.
Ich versuche, meinen Unterricht so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten und viele unterschiedliche Lehrmethoden einzusetzen: Wir singen, tanzen, spielen, malen, rätseln oder spielen Theater. Es bleibt jedoch ein sehr improvisierter Unterricht; das „Klassenzimmer“ befindet sich in unserem Wohnzimmer, da kein anderer Raum zur Verfügung steht, Tische gibt es nicht und die Kinder sollen sich nach Anordnung meines Chefs auf kleine Kissen auf dem Boden setzen, ich lasse sie sich allerdings auf die Sofas setzen. Als Material haben wir lediglich Papier und Stifte zur Verfügung, als Tafel funktionieren ebenfalls Blätter oder wahlweise auch mein Netbook, um das sich die Kinder dann alle scharren müssen.
Ich habe nicht den Eindruck, große Fortschritte zu erzielen, dazu ist einmal pro Woche zu wenig und die Möglichkeiten, die wir haben, zu improvisiert. Bei dem einen oder anderen Kind bleibt trotzdem etwas hängen und ein wenig bekommt man auch zurück, wenn die Kinder mich beispielsweise auf Englisch begrüßen, nach weiteren Vokabeln fragen oder mich fragen, wann wir das nächste Mal Englisch machen, sie würden es vermissen. Oder wenn die Ausreden, warum sie heute leider kein Englisch machen können, seltener werden. ;)
Mich stört jedoch die kaum vorhandene Rücksichtnahme unseres Chefs auf den Englischunterricht. Spontan heißt es dann beispielsweise am Nachmittag, dass heute der Zahnarzt kommt und wir unseren Englischunterricht nicht halten können, weil die Kinder beim Zahnarzt sind. Und natürlich scheint es unmöglich sein, das uns vorher mitzuteilen, damit wir uns darauf einstellen können und nicht unnötig etwas vorbereiten müssen.
Desweiteren haben die großen Mädchen ihre Pflichten und jeden Nachmittag ist eine andere damit beschäftigt, auf das Baby aufzupassen oder den Türdienst zu machen. Sowohl unserem Chef als auch der Tutora der Mädchen liegt der Stundenplan vor, sie wissen also, welche Mädchen wann Englisch haben. Dennoch sind oftmals genau diese Mädchen am Nachmittag mit dem Baby dran, weshalb ich erst einmal eine Viertelstunde damit beschäftigt bin, durch die Aldea zu rennen und einen Ersatz für das betreffende Mädchen aufzutreiben. Trotz mehrmaliger Bitte, darauf doch Rücksicht zu nehmen, passiert nichts und das finde ich sehr schade.
Dass ich als Freiwillige in einer anderen Position bin als die Angestellten, ist mir bewusst und ich kann es auch akzeptieren, dass ich oftmals der Depp vom Dienst bin, aber generell würde ich mir einfach mehr Respekt durch mein Projekt wünschen.
Ansonsten geht es mir hier in jeglicher Hinsicht sehr gut. Ich kann die Sprache, ich kenne die Kinder, ihre Geschichten und ihre Macken und kann mich ganz gut auf sie einstellen. So leicht schockiert mich nichts mehr, was mir nur von Vorteil ist. Im Moment nehmen die Bewerbungen fürs Studium und die Gedanken an das Danach in Deutschland einen großen Stellenwert für mich ein, dennoch will ich noch das Beste aus meinen letzten Wochen in Peru machen, denn diese werden ohnehin viel zu schnell vorbei sein. 






Donnerstag, 7. Juni 2012

Alle schlechten Dinge sind drei

Erdbeben Nummer 1.
Irgendwann Anfang Mai.
Um vier Uhr morgens wache ich davon auf, dass die Erde bebt. Es war ein heftiges Beben, aber ein sehr kurzes und so konnte ich zum Glück schnell wieder einschlafen. Wie immer nach einem Beben interessiert mich auch dieses Mal die Stärke und ich schaue im Internet nach - 3,9 auf der Richterskala, das Epizentrum befand sich direkt in Arequipa. Wenn sich so eine 3,9 anfühlt, deren Epizentrum direkt hier ist, wie schlimm ist erst ein stärkeres Beben?

Erdbeben Nummer 2.
Irgendwann Mitte Mai.
Erneut wache ich von einem Erdbeben auf. Dieses Mal ist es jedoch anders, dieses Mal ist es stärker und auch die Bewegungen sind anders, tiefergreifend. Es ist auch viel lauter und wird begleitet von klirrenden Fensterscheiben, einem hörbar wackelndem Haus und einem tiefen Rumpeln, das direkt aus der Erde zu kommen scheint. Und es hört und hört nicht auf. Was mache ich? Vielleicht sollte ich aufstehen und nach draußen ins Sichere gehen, aber ich liege wie gelähmt im Bett und kann nur darauf hoffen, dass es doch bitte bald vorbei geht. Das tut es dann auch. Ein Blick auf das Handy - 5.05. Dieses Mal kann ich nicht so gut einschlafen. Am nächsten Tag sind sie alle aufgeregt, weil man dieses Beben unmöglich überschlafen konnte. Hatte es doch eine Stärke von 6,2 auf der Richterskala. Auch wenn das Epizentrum sich ca. 300 km weiter südlich in der Nähe der chilenischen Grenze befand, hier in Arequipa konnte man es doch mehr als nur deutlich spüren.

Erdbeben Nummer 3.
Heute.
Wir sind gerade am Vormittag im Zentrum, um verschiedene Sachen zu erledigen, und stehen in einer Apotheke. Ich unterhalte mich gerade mit der Verkäuferin, als sich die Erde plötzlich bewegt. Sie schaut mich erschrocken an und fragt: "Temblor?" (Erdbeben?). Ich schaue auf die Flaschen, die auf dem Tisch stehen, die sich bewegen, und stimme ihr dann zu. Einige Sekunden warten wir noch, vielleicht geht es wieder vorbei, dann flüchten wir nach draußen. Diese sind innerhalb weniger Sekunden voller Menschen, die alle aus den Häusern und den Geschäften nach draußen fliehen, um in Sicherheit zu sein. Gelegentlich ruft jemand "Sigue!" (es geht weiter), als ob man das nicht mitbekommen würde. Schließlich ist es jedoch vorbei und das Leben geht nahtlos dort weiter, wo es vorher aufgehört hat. Aber einen Schrecken haben sie alle bekommen. Die Gespräche drehen sich um das Erdbeben, ein Freund schickt mir eine SMS, ob alles in Ordnung ist, und im Radio reden sie nur noch über Erdbeben, weshalb ich noch auf der Rückfahrt in die Aldea erfahre, dass es ein Beben der Stärke 6,1 war und sich das Epizentrum ungefähr 100 km weiter nördlich befand. Und es ist meines Wissens auch nichts wirklich Schlimmes passiert, aber es bleibt eben doch im Kopf.

Ich hasse Erdbeben einfach.